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Chanel vs. Hermès

Der Taschenkauf ist vor allem eine Bauch- und weniger eine Vernunftsentscheidung. Dabei gibt es verschiedene Faktoren, die eine Rolle beim Kauf des Lieblingsstücks spielen.
Die Birkin Bag Besitzerin liebt zeitlose Mode und ist sehr wählerisch in Bezug auf Trends. Die Birkin Bag Besitzerin liebt zeitlose Mode und ist sehr wählerisch in Bezug auf Trends.  Eine Handtasche ist etwas sehr Persönliches und verrät in der Regel viel über ihre Besitzerin: Sag mir welche Tasche du trägst und ich sage dir wer du bist.

Heute vergleiche ich zwei Iconic-Pieces und ihre Besitzerinnen miteinander. Es geht um die Chanel 2.55 und um die Birkin Tasche von Hermès. Diese Taschen haben ausser dem hohen Kaufpreis nichts miteinander gemeinsam. Ebenso ihre Besitzerinnen. Die Chanel 2.55 Besitzerin ist vor allem modisch und liebt Trends. Sie ist verspielt und teilweise verträumt, trägt eher figurbetonte Kleidung und verzichtet nicht auf Farbe und Prints bei der Wahl eines Looks. Sie ist beruflich erfolgreich. Für sie bedeutet der Kauf einer 2.55 „Yes, i can and i deserve it”.

Die Chanel-2.55-Besitzerin: Sensibel mit Sportwagen

Die Chanel 2.55 Besitzerin weiß, wie man mit Geld umgeht, sieht aber dieses als Mittel zum Zweck, um das Leben zu genießen und schöne Dinge zu erleben. Sie ist ein Gefühlsmensch und trifft ihre Entscheidungen weniger mit dem Kopf sondern eher mit dem Bauch. Sie liebt die Verführung und trägt gerne das kleine Schwarze für einen besonderen Abend. Stoffe wie Samt und Seide sprechen sie stark an. Sie trägt gerne Fell und umgibt sich bevorzugt mit warmen Erdtönen. Sie ist sensibel und würde sich beim Kauf eines Autos eher für einen Sportwagen denn für einen Kombi entscheiden. Ihre Haare trägt sie eher schulterlang oder länger und liebt auffälliges Makeup. Ihr Closet ist voll mit Highheels, dennoch schätzt sie flache Boots mit dem besonderen Etwas. Die Chanel 2.55 Besitzerin schlüpft gerne in verschiedene Rollen und verkörpert einen Vamp genau so gut wie das süße Mädchen von nebenan, sie ist eher direkt und gerade aus. Sie ist nicht oder nur sporadisch diplomatisch veranlagt.

Die Birkin-Bag-Besitzerin: Sachlich mit SUV
Die Birkin Bag Besitzerin liebt zeitlose Mode und ist sehr wählerisch in Bezug auf Trends. Sie ist eher eine sachliche Person, die gut mit Zahlen umgeht. Ihre Kleidung trägt sie gerne weniger figurbetont und sie verzichtet auf starke Farben und Prints.Sie ist beruflich erfolgreich und sieht der Kauf einer Birkin als Investment mit einem Touch von „ich habe es verdient”. Sie kann sehr gut mit Geld umgehen und ist eher sparsam und handelt überlegt. Verführung findet bei ihr unterschwellig statt. An einem besonderen Abend trägt sie eher damenhafte teuere Mode und legt keinen Wert auf modische Experimente. Stoffe wie Baumwolle, Leinen und Kaschmir sprechen sie stark an. Sie trägt zwar Fell, aber nur aus moralischer unbedenklicher Herkunft. Sie liebt klassische Farben wie grau und blau. Beim Kauf eines Autos würde sie sich für einen Luxus-SUV oder eine Limousine entscheiden. Ihre Haare trägt sie kurz oder schulterlang. Sie hält nicht viel von auffälligen Strähnchen oder Ombre-Hair und färbt ihre immer zahlreicheren weiße Haare in ihrer Naturfarbe. Makeup ist für sie ein Mittel zum Zweck und sollte auf keinem Fall auffällig sein. Ihr Closet ist voll mit teuren, komfortablen flachen Schuhen, oder mit wenig Absatz wie die Slingbacks von Chanel. Die Birkin Besitzerin verkörpert perfekt die Rolle der starken und eleganten Frau. Sie ist eher zurückhaltend und liebt die Contenance und Diplomatie.

Luxus-Shopping mit Köpfchen

Die Entscheidung eine hochpreisige Tasche zu kaufen, ist für die meisten von uns ein großes Ereignis und sollte bei allem Gefühl eins unbedingt sein… gut überlegt. Ob Chanel oder Hermes. Beide Taschen sind Icons und können mit der Zeit am Wert gewinnen. Luxus-Shopping mit Köpfchen ist gut gegen schlechtes Gewissen.

Das Künstlerschal-Syndrom

Das Stück Stoff scheint, lässig um den Hals geworfen, ein Zauberstab zu sein, der den Träger in die Person verwandelt, die er gern sein möchte.
Ein Stück Tuch um den Hals macht niemanden zum Künstler. Ein Stück Tuch um den Hals macht niemanden zum Künstler.
Es wäre gelogen zu behaupten, dass ich keine Freundin von Trends bin. Sie sind Teil des Lebens und längst nicht nur in der Modewelt ein Thema. Auch in der Politik oder im sozialen Verhalten eines Landes spielen Trends eine große Rolle. Siehe Präsidentenwahl in Amerika oder die Sharing Economy. Beide Bewegungen unterliegen demselben Trend: Massenwahnsinn. Neulich, auf einer dieser typischen Autorenlesungen konnte ich mal wieder einen ganz bestimmten Trend beobachten. Nämlich: Ich trage einen Schal, also bin ich… „Künstler”.

Eine Typologie des Schalträgers

Diese Spezies erkennt man daran, dass sie ganz unabhängig von Witterung, Temperatur, Tageszeit, Garderobe oder Anlass einen Schal tragen. Für sie scheint der Schal eine Art Zauberstab zu sein, der sie in die Person verwandelt, die sie sein wollen oder sich wünschen sein zu können. Diese Schals sind von ihrer Konsistenz gern schrumpelig und bestehen meist aus fadenscheinig gewordener Baumwolle oder Seide. Mit nachlässiger Geste um die Hals geworfen, scheint der Schal das Maß aller Dinge, um dem Rest der Menschheit ein durch nichts begründetes Überlegenheitsgefühl zu vermitteln.

Der Schalträger selbst ist meistens unrasiert, hat ein Faible für schwarze Kleidung und verwegene Frisuren. Manchmal frage ich mich, ob die Besitzer mit dieser bedauerlichen textilen Begleiterscheinung auch ihre Nase putzen, falls mal kein Taschentuch zur Hand ist. Der Mann, um den er hier geht, hat im wahren Leben einen verantwortungsvollen aber von Höhepunkten weitgehend befreiten Beruf, ist Familienvater, hat einen großen Freundeskreis und ebenso viele Hobbys. Aber an diesem Abend war er der Künstler, wollte aus einem Erzählband vortragen, trug schwarz von Kopf bis Fuß und nahm seinen Schal nicht ab. Die zwangsläufig auftretenden Schweißperlen wischte er kurz entschlossen mit dem Ärmel des Sakkos von der Stirn. Die vertretene Kunstrichtung ist hierbei beliebig austauschbar. Statt um einen Autor könnte es sich auch um einen Maler, Fotografen oder Bildhauer handeln.

Die Attitüde ist wichtiger als der Schal

Natürlich muss man sich an dieser Stelle vor Augen halten, wie hilflos der Mensch eigentlich ist, wenn er nicht die Chance hat, sich durch bestimmte visuelle Signale in seiner gewählten Rolle erkennen zu geben. Und dass Mode uns die Chance gibt, in ganz unterschiedliche Rollen zu schlüpfen, ist eigentlich wunderbar. Dennoch sorgt nicht die Kleidung, sondern eine klare Attitüde dafür, dass man wahrgenommen und respektiert wird für das, was man ist, oder was man sein möchte. Letztendlich muss jeder wissen, ob er sich hinter einem Schal verstecken muss.

Der Mann mit der weißen Jeans

Augen auf bei der Hosen-Wahl: Weiße Jeans sind immer ein schwieriges Kleidungsstück, bei dem man mehr falsch als richtig machen kann.
Weiße Hosen gehören im Winter nicht auf die Straße, sondern höchstens auf die Bühne. Weiße Hosen gehören im Winter nicht auf die Straße, sondern höchstens auf die Bühne.

Neulich, als ich auf dem Weg zu einen Meeting war, kam mir ein Mann entgegen, der mich aufgrund seiner, sagen wir mal, exotischen Kleiderwahl zum Nachdenken gebracht hat. Der Zeitgenosse, um den es hier geht, war von kompakter, kräftiger Statur und schien seine Kleinwüchsigkeit durch viel Sport ausgleichen zu wollen, hatte dunkle Haare und trug entschieden zu viel Gel im Schopf.

Da ich, wie für mich üblich, zu früh dran war für das verabredete Meeting, nutzte ich die Zeit, um zu shoppen. Das Ziel war diesmal eine gute Jeans zu finden. Frauen wünschen sich von einer Jeans genau zwei Dinge. Sie soll den Po anheben und ein Tight Gap erzeugen. Selbst wenn es nichts mehr zum Anheben gibt und zwischen den Beinen kein Blatt Papier mehr passt.

Also ging ich hinein in die Filiale einer renommierten Jeansmarke. Und da war er wieder. Der Mann mit der weißen Jeans mitten im Spätherbst. Der Mann, für den offenbar die Zeit stehen geblieben ist. Der Mann, der sich total sexy findet, weil er zu jeder Jahreszeit eine viel zu enge weiße Jeans trägt.

Eine blonde Verkäuferin witterte ihre Chance und kümmerte sich hingebungsvoll um den Kunden. Sie war die einzige Verkäuferin im Laden wohl bemerkt. Das hieß für mich warten. Ich nahm Platz auf einem Sofa, dessen Leder schon bessere Tage gehabt hatte und beobachtete das Schauspiel. Jedes zweite Wort, das aus ihrem Mund kam, war ein Adjektiv. Währenddessen drehte er seine Pirouetten vor dem Spiegel und schien sich nicht sattsehen zu können an seiner Erscheinung.

Meine Befürchtung bestätigte sich. Er kaufte sich erneut und für viel Geld eine weitere weiße Jeans. Wahrscheinlich wird er diese auch im Winter bei Schnee, Glatteis und Hagel anziehen. Ein hoffnungsloser Fall. Zumindest eine gute Seite hat die Sache. Es wird nie langweilig auf deutschen Straßen.

Fazit

Wer also im Besitz einer weißen Jeans ist, sollte diese während der kalten Jahreszeit ganz hinten im Kleiderschrank verschwinden lassen und erst wieder hervorholen, wenn die Jahreszeit passt. Ausnahmen sind nur für Ärzte, Masseure und Krankenpfleger zulässig. Allerdings ausschließlich während des Dienstes.

Blousons für den Businessmann

Blousons sind mittlerweile nicht nur total angesagt, sondern auch ein fester Bestandteil im Kleiderschrank eines Business-Mannes. Der Blouson ist wieder da – für Business und Freizeit. Der Blouson ist wieder da – für Business und Freizeit.
Blousons halten immer wieder Einzug in der Modewelt. Mal sind sie recht ausgefallen, dann eher schlicht, oversized oder figurbetont. Klar ist aber, dass dieser Jackentyp, der ursprünglich aus winddichtem Nylon für die Fliegerei entworfen wurde, schon längst auch den männlichen und weiblichen Mode-Himmel erreicht hat.

Die Kultjacke der Piloten, umgangssprachlich auch „Bomberjacke“ genannt, geniesst große Beliebtheit vor allem, weil sie leicht zu kombinieren ist. Zum lässigen Casual Look passt dazu eine gerade geschnittene Jeans und ein T-Shirt.

Mit einem schlichtem, einfarbigen Hemd und einer enggeschnittenen Anzugshose wird daraus ein Business-Look. Zum Casual Chic Look ist eine Chino-Hose in Kombination mit einem Poloshirt die richtige Wahl.

Blousons sind außerdem umkomplizierte Klassiker, die das ganze Jahr getragen werden können. Farblich aber sollte man hier darauf achten, dass helle Töne eher für die warme, dunkle für die kalte Jahreszeit geeignet sind. Starke Farben haben im Business-Outfit nichts verloren.

Dasselbe gilt auch für auffällige Prints. Wer trotzdem nicht auf Prints verzichten möchte, kann Karo, Streifen wählen oder sich für strukturierte Materialien in gedeckten Farben entscheiden. Apropos Material: auch hier gilt die Regel, Qualität vor Quantität. Leichte, edle Stoffe im matten Look sind das Maß aller Dinge.

Und zu aller letzt kommen meine No Gos zum Thema Blousons. Obwohl oft das Gegenteil auf den Strassen gesehen wird, sind Blousons vor allem für schlanke Männer geeignet. Der runde Schnitt und enge Bund betonen eher den Bauch anstatt diesen zu kaschieren. Und bitte nur durch Erfolge glänzen, nicht durch glänzende Stoffe. Diese machen nur optisch breiter und sonst nichts.

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Streifen-Look für den Business-Mann
Streifen in allen Variationen sind zeitlos und aus der Modewelt nicht wegzudenken. Das gilt für das Business-Outfit genauso wie für die Freizeit.
Hose & Jacke: Tommy Hilfiger. Gürtel: 0714. Schuhe: Joop. Sonnenbrille: Michael Kors. Tasche Mulberry. Hemd: Yves Gerard Hose & Jacke: Tommy Hilfiger. Gürtel: 0714. Schuhe: Joop. Sonnenbrille: Michael Kors. Tasche Mulberry. Hemd: Yves Gerard

Kleidungsstücke mit Streifen, egal ob längs oder quer, schmal oder breit, monochrom oder mehrfarbig, lassen sich gut kombinieren und sind immer eine gute Wahl.

Derzeit läuft das Streifenhemd dem Karohemd mal wieder den Rang ab, allerorten schrumpft der Karo-Anteil in den Kollektionen. Generell sollten aber einige modische Grundregeln beachtet werden. Wer optisch Problemzonen kaschieren möchte, sollte sich für Längststreifen entscheiden, weil diese meist vorteilhafter für die Figur sind.

Schmale Streifen in dezenten Farben (wie in diesem Fall hier) sind durch ihre elegante Note im Business-Look die bessere Wahl. Wer durchtrainiert ist, kann ruhig zu Querstreifen greifen, weil diese oftmals die Figur passend betonen und als Nebeneffekt auch noch trendiger sind.

Nur ein gestreiftes Kleidungsstück
Bei unserem Beispiel-Look wurde eine gestreifte Hose mit einem einfarbigen Oberteil kombiniert, somit wird die Hose zum Blickfang des Outfits. Hier gilt die Regel: ein gestreiftes Kleidungsstück im Outfit ist vollkommen ausreichend.
Bunte Streifen oder Mustermix sind zwar sehr angesagt, haben aber beim Business-Look nichts verloren. Dasselbe gilt für starke Farben und Blockstreifen.

Je nach Anlass kann dieses Outfit aufgewertet werden. Das geschieht am besten durch passende, edle Accessoires in gedeckten Farben. Als Alternative zur Jacke, wäre hier ein Jacket oder ein edles Strickpullover eine ebenso gute Entscheidung. Starke Farben sollten hier vermieden werden.

Zu guter Letzt sind, wenn es um Streifen geht, der Kreativität zwar keine Grenzen gesetzt, aber Experimente fehl am Platz. Hände weg von bunt gestreiften Socken, Krawatten oder Hemden.

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Das Einmaleins des Business-Schuhs

GEORGIA GARMS
Mode-Tipps für die Männerwelt in der Style-Kolumne: Ein Business-Look kann noch so gut sein, doch erst die passenden Schuhe machen ihn perfekt. Einfache Schuh-Regeln: Glattleder geht immer, Schwarz sowieso.

Ein Schuh verrät viel über die Persönlichkeit eines Mannes und nicht nur die Frauenwelt achtet ganz genau darauf.

Neben dem modischen Aspekt, sind gewisse Feinheiten wie der Zustand eines Schuhs ein wichtiger Punkt für das makellosen Business-Outfit. Gepflegte Schuhe gehören zum guten Ton und sind eine Selbstverständlichkeit für den Geschäftsmann.

Gerade beim Schuhwerk gilt die Regel: Qualität vor Quantität. Lieber mehr Geld beim Kauf des Business-Schuhs investieren. Keine falsche Bescheidenheit, rahmengenähte Sohlen sowie hochwertiges Leder sind das Mindeste.

Das geht immer
Es gibt gewisse Allrounder unter den Schuhtypen, die im Kleiderschrank eines Geschäftsmannes nicht fehlen dürfen. Schwarze Oxfords sind ein Muss, denn diese eleganten Schuhe passen perfekt zu fast jedem Anzug. Am Besten hat man gleich mehrere davon.

Eine willkommene Variante dazu ist der Derby, der auch in braun oder blau gekauft werden kann und auch zu Jeans eine gute Figur macht. Dasselbe gilt auch für Brogues und Budapester.

Spezielle Regeln sind hingegen bei Monks zu beachten. Diese nur Hosen mit schmal geschnittenem Hosenbein tragen, da die Schließe sichtbar bleiben sollte. Farblich kann man hier mutiger sein und zu helleren Tönen greifen.

Augen auf bei der Farbwahl
Beim Kauf eines Business-Schuhs gilt, ebenso wie für den Rest des Outfits, klassisch vor modisch. Schlicht vor Auffällig. Schwarz passt zu allem, obgleich der Anzug blau, grau oder braun ist. Starke Farben haben hier nichts zu suchen. Dunkelbraun, -grau oder Blau sind willkommene Alternativen.

Beim Material kann man mit einem Schuh aus Glattleder (ohne Ziernähte oder Lochungen) nichts falsch machen. Minimalistisch heißt hier das Zauberwort. Ausgefallenes Leder in Schlangen- oder Krokodilleder-Optik ist hier Fehl am Platz. Wildleder in helleren Farbtönen (Beige, Braun, Grau, Blau) ist hingegen absolut bürotauglich und besonders im Sommer eine gute Wahl.

Das geht gar nicht
Und zu guter Letzt… hier sind die No-Gos beim Business-Schuh: Was absolut verboten gehört sind bunte oder ausgefranste Schnürsenkel, stark abgenutzte Sohlen und Absätze, Schrammen im Deckmaterial, bunte oder kaputte Socken, exotische Lederoptik, ausgefallene Lederfarben (Rot, Gelb, Grün, zwei- oder mehrfarbig), zu lange und ebenso zu kurze Anzugshose sowie sichtbar alte Schuhe.

Foto: Tasche: Hermès. Gürtel: 0714. Mantel: Habsburg. Schuhe: Benci Brothers. Sonnenbrille: Michael Kors. Hose & Hemd: Tiger of Sweden.) Einfache Schuh-Regeln: Glattleder geht immer, Schwarz sowieso. (Foto: Tasche: Hermès. Gürtel: 0714. Mantel: Habsburg. Schuhe: Benci Brothers. Sonnenbrille: Michael Kors. Hose & Hemd: Tiger of Sweden.

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Business Look nach Feierabend

GEORGIA GARMS
Die Geschäftspartner zum Networking im Rahmen von Freizeitaktivitäten treffen? Nicht unüblich, aber auch hier gelten gewisse Dresscodes.

Ob Pferderennen, Fussballspiel, Stadtbummel, Abendessen oder Umtrunk: Nach Feierabend macht der Business Look Platz für den Business Casual Look. Anzug und Krawatte bleiben im Schrank und weichen der gepflegten legeren Kleidung.

Selbst eine edle Jeans ist erlaubt. Gerade in der wärmer werdenden Jahreszeit darf man farblich ruhig ein bisschen experimentieren. Am besten eigenen sich dafür Accessoires. Eine modischere Sonnenbrille oder legere Schuhe verleihen dem Look eine gewisse Lässigkeit.

Vorsicht bei Print. Muster sollten eher unauffällig ausfallen und allenfalls im Form eines leichten Seidenschals augenscheinlich werden. Steife Materialien haben beim Business Casual Look nichts zu suchen. Auch das klassische helle Anzugshemd wäre hier fehl am Platz.

Für Abwechslung sorgen zum Beispiel dunkelblaue oder dunkelgraue Hemden; in Kombination mit einer hellen Hose kann auch ein feines Jeanshemd gut aussehen. Die Anzugshose wird durch eine Chino ersetzt. So sieht der Look eleganter aus, aber keinesfalls steif. Ein Sacco ist obligatorisch, aber auch ein feiner Sommerpulli kann passend sein.

Business Attire Look
Ein weiterer Business Dresscode, den man kennen sollte, ist der Business Attire Look, die gehobene Variante des Business Casual. Hier wählen Sie nach Feierabend am besten einen etwas modischeren, eleganten, aber lockeren Anzug. Hier ist keine Jeans erlaubt.

Last but not least gilt modisch in der Business-Welt das Motto „weniger ist mehr”. Damit ist man immer auf der sicheren Seite, egal bei welchem Dresscode. Details wie eine gepflegte Erscheinung machen hier den Unterschied.

Do´s: Eine ordentliche Frisur, frische Rasur, der passende Duft und gepflegte Schuhe.

No Go´s: abgelaufene Schuhsohlen, bunte Strümpfe und Krawatten oder zu viel Schmuck.

Schal: Hermes. Schuhe: Joop. Hemd: Marco O’Polo. Sonnenbrille: Michael Kors. Hose: Tommy Hilfiger. Tasche: Mulberry. Mantel: Uniqlo. Gürtel: 0714. Schal: Hermes. Schuhe: Joop. Hemd: Marco O’Polo. Sonnenbrille: Michael Kors. Hose: Tommy Hilfiger. Tasche: Mulberry. Mantel: Uniqlo. Gürtel: 0714.

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Der richtige Pullover für den Geschäftsmann

GEORGIA GARMS
Augen auf bei der Kleidungs-Wahl! Auf Farbe und Material kommt es an. Dank Tipps von Style-Expertin Georgia Garms machen Sie im Büro eine gute Figur.

Der Casual Friday ist längst überholt, vergessen die Zeit, zu der nur Freitags legere Kleidung bei der Arbeit erlaubt war. Eine strenge Kleiderordnung wird in vielen Branchen nicht mehr erwartet.

Stattdessen wird der Business Casual Dresscode praktiziert. Das heißt, die Anzugjacke macht dem Feinstrickpullover Platz. Die Krawatte kann, muss aber nicht im Schrank bleiben.

Die Investition in eine Auswahl an Feinstrickpullovern lohnt sich in der Regel, da dieses Kleidungsstück vielseitig ist, saisonunabhängig, für Freizeit und Büro geeignet. Und der Überzieh-Pulli lässt sich wunderbar mit der vorhandenen Garderobe kombinieren.

Das richtige Material für Business-Pullover
Entscheidend beim Kauf ist eine gute Qualität. Hier sollte man auf das Wollsiegel achten, ein internationales Prüfsiegel, das für beste Farbechtheit und optimales Material steht.

Die Wahl der Farbe sollte beim Business-Outfit möglichst unauffällig und zeitlos sein. Wer einen Pullover für die kommende Übergangszeit sucht, ist mit Kaschmir gut bedient.

Das Material ist für den Winter und für wärmere Temperaturen geeignet. Aber auch Mischgewebe aus Baumwolle und Seide mit Wollanteil sind angenehm zu tragen.

Pullover zum Business-Look? Ja, unbedingt! Aber auf diese Dos and Don’ts sollten Sie achten: Soll das Business-Outfit etwas formeller sein, trägt man eher ein Pullover mit rundem Ausschnitt, dazu ein unifarbenes Hemd (Hemdkragen drin) und eine Anzughose mit Business-Schuhen aus glattem Leder.

Vorsicht vor falschen Farben im Büro
Hier sollten die Pullover-Farben eher klassisch und unauffällig sein. Grau, Braun, Blau. Eine Krawatte darf getragen werden. Natürlich kann man mit dem Pulli auch bewusst einen farblichen Akzent setzen.

Grelle Töne gehören allerdings höchstens auf den Golfplatz. Rosa, hellgrün oder gelb sind komplett 80er Jahre und tabu.

Bei einem etwas modischeren Business-Look kann das Hemd gemustert sein und der Kragen extravaganter. Hierzu kann ein Pullover mit V-Ausschnitt getragen werden (Hemdkragen draußen).

Hier kommen ausgefallene Farben ins Spiel und als Alternative zur Chino kann eine dunkle Jeans gewählt werden. Hier sind Schuhe aus Wildleder willkommen. Eine Krawatte ist eher fehl am Platz.

Und least but not last. Ein absolutes Pullover No-Go ist es, das Hemd außerhalb der Hose zu tragen oder der berüchtigte Hemd-Blitzer. Das ist nicht nur für die Figur unvorteilhaft, sondern auch für den ersten Eindruck, der eher undynamisch und nachlässig ausfällt. Egal ob Freizeit oder nicht.

Tasche & Krawatte: Hermès. Hose: Tommy Hilfiger. Sonnenbrille: Euro. Hemd: TOS. Schuhe & Gürtel: Benci Brothers. Pullover: Uniqlo. Armband: Tiffany. Manschetten: Swarovski. Tasche & Krawatte: Hermès. Hose: Tommy Hilfiger. Sonnenbrille: Euro. Hemd: TOS. Schuhe & Gürtel: Benci Brothers. Pullover: Uniqlo. Armband: Tiffany. Manschetten: Swarovski.

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Weihnachtsfeier? Aber bitte mit Style

GEORGIA GARMS
Damit im Endspurt vor den Feiertagen keine modischen Fehler passieren, hat Georgia Garms aufgeschrieben, worauf Mann nun achten sollte.

Endspurt. Weihnachten naht samt der ganzen Aperós und festlichen Anlässe. Modisch kommt jetzt darauf an, den perfekten Look für den Tag und die Zeit danach zu finden. Hier sind ein paar Tipps von mir, damit der gesellige Auftritt stylisch nicht zu toppen ist.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit Hilfe besonderer Akzente einen unauffälligen Büro-Look feiertauglich zu machen. Der gekonnte Mix aus Schlichtheit und Extravaganz ist hier die goldene Regel.

Besondere Accessoires lockern den Look auf und sorgen für willkommene Glanzpunkte. Eine aussergewöhnliche Anstecknadel etwa, eine Hose mit ungewöhnlichem Bund, eine besondere Uhr, ein Sakko mit ausgefallenem Innenfutter, elegante Schuhe, eine stylische Brille oder sogar ein gemustertes Hemd ermöglichen hier die willkommene Abwechslung zum Alltagslook.

Eine besondere Rolle spielen auch Farben bei einem gelungenen Abend-Outfit. Hier sind Experimente, je ernsthafter die Branche, absolut fehl am Platz. Bewegen sollte man sich, trotz später Stunden, innerhalb von hell und dunkel, grau, blau oder braun. Von Schwarz und Weiss sollte man eher die Finger lassen, diese Farben hat man das ganze Jahr tagtäglich an. So viel Mut muss sein. Kontrastgebend kann ein Einstecktuch aus edler Seide wirken.

Wer das ganze Jahr lang Sakkos oder Anzüge trägt und eine Abwechslung braucht, kann getrost auch mal zum schlichten einfarbigen Strickpullover oder Cadigan aus feiner Schurwolle greifen und diesen mit einem einfarbigen oder gemusterten Hemd kombinieren. Dazu passt eine elegante Chino-Hose ganz gut.

Hemd, Mantel: Tiger of Sweden. Sakko: Ted Baker. Brille: Sorel. Tasche: Mulberry. Uhr: Lacroix Maurice. Schuhe: Benci Brothers. Bracelet: Tiffany&Co. Schal: Brioni. Hose: Joop. Hemd, Mantel: Tiger of Sweden. Sakko: Ted Baker. Brille: Sorel. Tasche: Mulberry. Uhr: Lacroix Maurice. Schuhe: Benci Brothers. Bracelet: Tiffany&Co. Schal: Brioni. Hose: Joop.

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Der perfekte Mantel passend zum Business-Look

GEORGIA GARMS
Der Mantel ist die Vollendung des Outfits, der dem Träger im Idealfall zusätzliche Eleganz und Würde verleiht. Doch manche Mäntel tragen im wahrsten Sinne des Wortes einfach zu dick auf.

Ein Mantel sollte dem Träger zusätzliche Eleganz und Würde verleihen.
Manche Mäntel tragen im wahrsten Sinne des Wortes einfach zu dick auf. Sie zeigen zu viel Farbe, haben Stoffe in skurrilen Webmustern mit merkwürdigen Applikationen oder sind einfach falsch geschnitten: zu eng, zu breit, zu lang. Dabei ist es gar nicht so schwierig, bei Geschäftsterminen den richtigen Eindruck zu hinterlassen.
Für mich ist der Mantel die Vollendung des Outfits, er sollte dem Träger zusätzliche Eleganz und Würde verleihen. Wird der Mantel über einen Anzug getragen, braucht er etwas Volumen, das heisst ausreichend Platz im Schulter- und Brust-Bereich. Sollte der Mantel direkt über einen Pullunder oder Pullover getragen werden, empfiehlt sich ein tailliert geschnittenes Modell. In beiden Fällen sollten die Schultern nicht zu sehr abstehen. Die Ärmel dürfen nicht zu lang sein, etwas über das Handgelenk wäre perfekt.

Farbe und Form, je nach Typ und Anlass
Je formeller der Anlass, desto dunkler die Farbe. Marine, Schwarz, Grau, Braun. Diese Farben lassen sich untereinander gut kombinieren und passen zum hellen und dunklen Hautton gleichermassen gut.

Der Stadtmantel ist die gängigste Form, da schlicht und elegant. Ob ein- oder zweireihig, mit offener oder versteckter Knopfleiste, mit oder ohne Gürtel. Es gibt ihn mit Slipon oder Reverskragen, Einstück- oder Raglanärmeln. Fast jedem Mann steht der sogenannte «British Warm»: Zweireihige Knöpfe, leicht taillierte Form, schräge Klappentaschen. Er erinnert an Uniform-Mäntel und sitzt tadellos. Kaschierend wirkt der bequeme Raglanschnitt, zumeist durchgeknöpft mit fallendem Revers und Ärmellaschen.

Wolle hält warm und trocken
Oft werden Fasermischungen bevorzugt, um die Strapazierfähigkeit zu erhöhen. Kaschmir und Wolle zum Beispiel. Je nach Wärmeempfinden sollte der passende Stoff ausgesucht werden. 100 Prozent Kaschmir ist besonders weich und wärmend. Wolle wärmt auch noch im feuchten Zustand und wirkt durch den natürlichen Fettgehalt wasserabweisend. Auch Kamelhaar und einfarbige Wolle ist beliebt. Die Wahl des Stoffes hängt neben der Form auch vom Anlass ab.

Besonders schön im Winter sind natürlich Mäntel mit einem dünnen, herausnehmbaren Pelzfutter. Aber auch Stofffutter in schönen Musterungen oder Farben geben dem Mantel innen eine besondere modische Note, die hintergründig ihre Wirkung entfaltet.

Für einen eleganten Auftritt
Zwei «No go´s» sollten nie vergessen werden: Erstens, der Mantelgürtel gehört nicht auf den Rücken gebunden und zweitens sollten Mantelärmel nie kürzer als Hemd und Jackett sein.

Beim heutigen Look habe ich mich für einen eleganten Look, schlichte Farben und Formen entschieden. Die Accessoires verleihen dem Outfit den letzten Schliff und sorgen für einen individuellen persönlichen Auftritt.

Schal: Hermès; Tasche: Mulberry; Gürtel: 07 14; Schuhe: Benci Brothers; Tiger of Sweden: Hemd, Anzug, Mantel; Schmuck: Wellendorff.

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Im Loafer-Schuh zum Geschäftstermin

GEORGIA GARMS
Gerade im Sommer muss der Geschäftsmann nicht immer strikt klassisch gekleidet daherkommen. Die grössere Freiheit bei der grossen Hitze fängt ganz unten bei den Schuhen an.

Der Loafer wird allgemein als Freizeitschuh angesehen. Grosser Fehler, denn wer Lässigkeit und Eleganz ausstrahlt, kommt überall gut an. Die Business-Welt ist oft geprägt von Schlichtheit und Zurückhaltung, was im Grundsatz nicht falsch ist. Das sollte aber keine Ausrede dafür sein, auf modische Eigenständigkeit zu verzichten. Denn wie es so schön heisst: wer nichts wagt, der nicht gewinnt.

Der richtige Loafer will gefunden werden

Loafer zum Business-Look? Ja, unbedingt! Wenn ein paar modische Regeln beachtet werden, kann diese Zusammenkunft sogar von langer Dauer sein. Loafer ist nicht gleich Loafer. Auf die Qualität kommt es an und diese sollte erkennbar gut sein. Die Farbe eher unauffällig. Da eignen sich am besten Erdtöne. Das Design der Loafer sollte schlicht und elegant sein. Hier ist weniger mehr.

Und anschliessend, damit der Gesamteindruck stimmt, sollte eine Hose zu den Loafers kombiniert werden, die eher eng anliegt und gerade geschnitten ist. Das verlängert optisch und macht somit schlanker, was Mann automatisch dynamischer wirken lässt. Das kann in diesem Fall eine Jeans, Chino oder Anzugshose sein.

Mit Accessoires das Outfit aufwerten

Vollendet wird der Look wie immer durch passende Accessoires. Diese dürfen ruhig etwas aussergewöhnlich sein – zum Beispiel aus exotischem Leder oder wertvollem Edelmetall oder mit einer besonderen Verarbeitung. Hauptsache, sie unterstreichen die eigene Persönlichkeit.

Sonnenbrille: Porsche Design; Jeans: 7forallmankind; Schuhe, Armband: Hermès; Manchettenknöpfe: Joop; Sakko, Hemd: Ted Baker; Gürtel, Tasche: Brunello Cucinelli.

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Accessoires machen den Unterschied

GEORGIA GARMS
Der Anzug ist die wohl segenreichste Erfindung in der Männermode. Dennoch: Ein Anzug alleine kann ziemlich öde wirken. Erst die richtigen Accessoires machen beim Business-Look den Unterschied.

Die Erfindung des Anzuges gehört sicherlich zu den segensreichsten Momente in der Geschichte der männlichen Modewelt. Es gibt nichts, womit Mann besser und passender angezogen sein kann, wenn es um geschäftliche Angelegenheiten oder den stilvollen Auftritt am Abend geht.

Der perfekte Sitz sollte selbstverständlich sein. Bei einem Anzug von der Stange muss die Hose die richtige Länge haben, ebenso muss am Bund und Po alles stimmen. Das gleiche gilt für die Ärmel und der Sitz an den Schultern. Der teuerste Stoff nutzt nichts, wenn die Passform nicht optimiert wurde.

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Und trotzdem, wie man umgangssprachlich so schön sagt, macht eine Schwalbe noch keinen Sommer. Ein Anzug alleine kann ziemlich öde und langweilig wirken. Erst die richtigen Accessoires sorgen dafür, dass sich ein Business-Look entsprechend abhebt.

Edle Accessoires machen den Unterschied und haben fast immer das Potenzial, einen x-beliebigen Anzug in einen unvergesslichen Look zu verwandeln. In meinem obigen Beispiel ist es der Gürtel aus Straussenleder, mit farblich passenden Schuhen, Tasche und Manschettenknöpfen.

Mein Tipp: Setzen Sie auf Qualität. Ein Gürtel aus gutem, vielleicht sogar exotischem Leder, eine hochwertige Schnalle oder eine aussergewöhnliche Verarbeitung sorgen auf dezente Weise für Aufmerksamkeit. Hier gilt die Regel: weniger ist mehr. Immer den Mittelweg wählen. Das richtige Mass ist in diesem Fall entscheidend und bestimmt, ob Accessoires im Business-Outfit positiv oder negativ auffallen.

Infos zum Bild: Anzug, Hemd: S. Oliver; Schuhe: Boss; Gürtel: Bally; Manchettenknöpfe: Hermès; Sonnenbrille: Rayban; Dokumententasche: Brunello Cucinelli.

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Blau ist „Wow“

GEORGIA GARMS
Ob hellblau, dunkelblau, graublau, azurblau, cyanblau oder mittelblau: Die Farbe Blau wirkt beruhigend und ernstzunehmend und ist prädestiniert für den zeitlosen Business-Look.

Mit Blau verbinden wir weitgehend Gutes: den Himmel, das Meer, den „Blauen Planeten“. Die Farbe Blau ist bei mehr als 40 Prozent der Menschen in Europa und den USA als Lieblingsfarbe ungeschlagen. Kein Wunder, dass auch die Hersteller von Mineralwasserflaschen, Milchpackungen, Autolacken, Parfümflakons und Verpackungen aller Art die Farbe Blau bevorzugen.

Blau strahlt Pünktlichkeit, Klugheit und Klarheit aus. Es wirkt beruhigend und ernstzunehmend und wird deshalb gerne auch für Uniformen und vieles andere genutzt, was Würde und Beständigkeit ausstrahlen soll. Dieser Farbton ist somit prädestiniert für den zeitlosen Business-Look, ob nun als hellblau, dunkelblau, graublau, azurblau, cyanblau oder mittelblau. Ausserdem hat Blau hat einen weiteren unschlagbaren Vorteil: Es sieht immer picobello aus, unabhängig von der Haar- und Hautfarbe und lässt sich mit vielen anderen Farben gut kombinieren.

Eine entscheide Rolle

Bei meinem ausgewählten Look spielt Blau eine entscheide Rolle und fungiert als Leitfaden in den unterschiedlichen Ausführungen und Formen. Dazu habe ich ganz bewusst braune und graue Elemente ausgewählt. Denn Braun wirkt warm und grau elegant. Um das Ganze aufzulockern, habe ich mich für ein Hemd in Printed-Look entschieden. Hier hätte ein einfarbiges aber genau so gut gepasst.

Und damit der nächste Business-Look ein Erfolg wird, hier ein abschliessendes Fazit von mir: No-Go in der Kombi mit Blau: Starke Farben wie pink, rot, gelb oder grün. Must-Have in Kombi mit Blau: gedämpfte Farben, Pastelltöne, Silber-Details. Also, machen Sie blau!

Sonnenbrille: Ermenegildo Zegna; Hose: United Colors of Benetton; Hemd: Ted Backer; Blazer: S. Oliver; Manchetten & Schuhe: Salvatore Ferragamo; Dokumententasche: Boss; Belt: Brunello Cucinelli.

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Ein Sommer-Look für die Tüchtigen

GEORGIA GARMS
Modisch gesehen kann der Sommer schnell zum Verhängnis werden – vor allem für Geschäftsleute. Wo Zurückhaltung angesagt ist und was sich für den Business-Look am besten eignet..
Der Sommer ist zwar eine wunderbare Jahreszeit, kann aber für Geschäftsleute schnell auch mal zum modischen Verhängnis werden. Es gibt ungeschriebene Gesetze, auf die geachtet werden sollte, damit Sie auch ausserhalb der gekühlten Büros eine gute Figur machen.

Helle Töne sind für den Sommer wie geschaffen. Sie wirken freundlich, leicht und nehmen keine zusätzliche Wärme auf. Wenn das Wetter wärmer wird, sehnen wir uns ganz automatisch nach Farben und Licht. Die Lust auf Buntes sollte aber gezügelt werden beim Business-Look, denn zu viel Farbe ist hier fehl am Platz.

Bei den Hemden (bitte wirklich niemals mit kurzen Ärmeln) ist farblich ebenfalls Zurückhaltung angesagt. Allenfalls bei den Accessoires darf man etwas mutiger werden. Einstecktücher und Kravatten bieten sich hier an. Ansonsten eignen sich hier Pastell-Töne und frische Farben als Uni-Kleidungsstücke, wie zum Beispiel beiges Sakko, hellgraues Hemd.

Hände weg von synthetischen Stoffen
Leichte Materialien aus Baumwolle, Leinen oder der spezielle Sommerstoff Tropical sind für ein gutes Körperklima nicht nur während der warmen Jahreszeit unerlässlich. Hände weg von synthetischen Stoffen. Das gilt auch für das Innenfutter. Baumwolle und Leinen sind hier genau das Richtige. Ausnahme sind minimale Beimischungen von Kunstfasern (maximal fünf Prozent) bei ganz leichten Stoffen, um das Knittern zu verhindern.

Bei Schuhen sollten Sie wiederum drauf achten, dass diese komplett aus Leder sind. Im Urlaub gerne ohne Socken. Im Büro: Immer mit Socken, und zwar bis zum Knie. Es gibt wunderbare leichte Qualitäten aus Seide.

Und natürlich darf als krönender Abschluss die perfekte Sonnenbrille nicht fehlen. Sie dient nicht nur als Schutz und modischer Begleiter. Sie kann auch nützlich sein, wenn bestimmte Gefühlslagen nicht unbedingt offen gelegt werden sollen.

Bild: Sakko: Globus; Gürtel: Brunello Cucinelli; Hemd, Krawatte: S. Oliver; Hose: Ted Baker; Dokumententasche: MCM; Sonnenbrille: Ermenegildo Zegna, Schuhe: Joop.

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Exotische Accessoires als Eyecatcher

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Accessoires aus exotischem Leder fallen auf, sind kostbar und oft von besonderer Schönheit. Doch Vorsicht: auf die Dosierung kommt es an.

Exotische Häute wie Krokodil, Rochen, Eidechse oder Python sind mal wieder das gar nicht so heimliche Lieblingsmaterial der Designer. Accessoires aus diesen Materialien fallen auf, sind kostbar und oft von besonderer Schönheit. Natürlich bleibt es eine moralische Grundsatzfrage, ob es in Ordnung ist, Tieren unter industriellen Bedingungen die Haut vom Körper zu ziehen und ein Luxusbedürfnis zu erfüllen – kontrollierte Zuchten hin oder her. Das kann jeder nur für sich entscheiden.

Aus rein ästhetischer Sicht können solche Produkte jedoch dem Look eine ganz besondere edle Note verleihen. Doch Vorsicht: Besonders hier kommt es auf die Dosierung an. Im Business-Look sollten Exoten wirklich nur sehr sparsam eingesetzt werden und auf filigrane Weise ihre Wirkung entfalten. Es darf exotisch sein, aber nicht exotisch wirken. Und es gibt modische Grenzen, die nicht überschritten werden sollten.

Exotisches Leder zum Business-Look

Zum schlichten Anzug oder Business-Look kann der Geschäftsmann zum Beispiel einen Krokoleder-Gürtel, eine Dokumententasche aus Straussen-Leder, sowie Schuhe aus besonderem Leder tragen. Auch Uhrenarmbänder aus exotischem Leder sind ein edler Hingucker.

Ein kritischer Punkt ist natürlich die Farbe. Ein Accessoire aus exotischem Leder ist prinzipiell sich selbst genug. Er braucht keine starke Farbe noch oben drauf. Das ungeschriebene Gesetz heisst auch in diesem Fall, je auffälliger die Textur des Leders, desto schlichter muss die Farbe sein. Auch hier ist Zurückhaltung angesagt. Denn wer will seinem Chef schon in Krokoleder-Stiefeln oder mit einer farbigen Schlangenlederjacke im Büro begegnen? Derlei überlassen wir dann doch lieber den Grössen aus dem Showgeschäft.

Infos zum Look: Schuhe: Joop. Tasche: Porsche Design. Blazer: S. Oliver. Hemd: Hackett. Brille: Persol. Gürtel: Yves Gerard (Globus)

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Jeans kann mehr als nur Casual

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Es gibt kaum ein Kleidungsstück, das so verwandelbar ist wie die Jeans. Modische Fauxpas sind hier vorprogrammiert. Doch es gibt ungeschriebene Gesetze, mit denen man stets auf der sicheren Seite ist.

Jeans ist nicht gleich Jeans. So weit, so gut. Jede Saison überbieten sich die Hersteller mit immer neuen, anderen Waschungen und Schnitten. Mal rücken die Designer den Hosen mit gechlorten Bimssteinen zu Leibe, um den gewünschten abgenutzten Look zu erzeugen, mal wird der Baumwollstoff so lange geschmirgelt, bis eine samtig-rauhe Oberfläche entsteht oder die Jeans wird mit nicht mehr ausbügelbaren Knitter-Effekten versehen. Dazwischen gibt es gefühlt 100 andere Behandlungsmethoden, die aus der mit Indigo gefärbten Massenware individuell wirkende Designer-Stücke macht.

Doch: In einem zerlöcherten Beinkleid zeigt man sich eher ungern im Büro. Womit ich zu einer anderen Spielart von Jeans komme: dem sommerlichen Denim in Gestalt von einfarbigen hellen Jeans. Dieses modische Chamäleon auch als Business-Kleidung ernstzunehmen, ist nicht nur eine schöne Variante zur Chino, sondern vor allem in der Kombination mit Hemd und Veston an heissen Tagen mehr denn je salonfähig.

Modische Profilierung über den Schnitt

Jeder Designer, der etwas auf sich hält, hat diese Spielart im Regal, sei es Prada, Zegna oder Seven for all Mankind, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die modische Profilierung – und das ist sehr wichtig – entsteht über einen guten Schnitt, der dank Elastan im Stoff und eine nuancenreiche Farbgebung bei leichten Figurproblemen kaschierend wirkt.

Bei der Zusammenstellung der Collage habe ich mich bewusst für Schlichtheit entschieden. Eine einfarbige helle Jeans ist im Sommer ein Must. Aber bitte keine Rot- oder Gelbtöne. Für den Business-Look sind Farben wie beige, grau, blau oder braun am besten geeignet. Diese Töne sind zudem wahre Kombinationstalente. Mit Hilfe von Accessoires kann man modisch experimentieren und ruhig noch starke Farbe ins Spiel bringen. Auch wichtig: ein hübscher Gürtel aus edlen Materialien.

Tipp: Regular Fit eignet sich für den Business-Look am ehesten, da die Passform körperbetont, gerade geschnitten und mit einer legeren Fussweite ist. Das schmeichelt der Männerfigur am meisten und ist elegant dazu.

Sakko & Schuhe: Ermenegildo Zegna. Jeans: 7 for all mankind. Sonnenbrille: Dior. Manchetten: Thomas Sabo. Michael Kors: Tasche. Hemd: Hackett. Gürtel: Yves Gerard.

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Die Farbe macht den Unterschied

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Mit den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings erwachen die Farben auch in der Modewelt zum Leben. Allerdings sollte man(n) sich vor Übertreibungen in Acht nehmen.
Bei meinen Streifzügen beobachte immer wieder, dass Männer zwar farblich Mut zeigen, aber die Mischung hier und da auch ziemlich ins Auge geht. Der Kombinationswut sind zwar kaum Grenzen gesetzt, doch bleiben wir an der Stelle mal realistisch: Mit einem giftgrünen oder knallroten Anzug wird sich wohl niemand freiwillig auf den Weg ins Büro machen.

Pastelltöne, zum Beispiel, sind für den Business-Look dankbare Kombinationstalente. Wer auffallen will, kann farblich starke Kontraste gezielt mit Accessoires ausspielen, beispielsweise mit Einstecktüchern oder farbenfrohen Socken.

Modisch und unaufdringlich

Bei meiner Zusammenstellung hier habe ich darauf geachtet, dass der Look modisch und unaufdringlich zugleich ist. Die ockerfarbene Hose im Chino-Style ergänzt sich perfekt mit dem blauen Hemd und dem hellgrauen Veston. Braune Lederschuhe und Gürtel werden zum markanten, sportiven Hingucker.

Tipp: Hellere Farben sollten erst im Sommer eine Rolle spielen. Besonders gut gefällt mir ein kühles, leicht türkisstichiges Hellblau, dass sich perfekt mit einem weissen Hemd kombinieren lässt. Auch die unterschiedlichen Blautöne – die Schattierungen des Ozeans – bieten viel Inspiration: Ein grünliches Blau und ein tiefes Dunkelblau steht jedem Mann gut. Aber auch Mint, Aprikose und Nude bringen eine schöne sommerliche Note ins Spiel. Allerdings sollte das Gesicht dann schon eine dezente Brauntönung aufweisen.

Hemd: Globus (MarcOPolo). Brieftasche: Hermès. Gürtel: Mulberry. Hose: Bogner. Sakko: S. Oliver. Sonnenbrille: Burberry. Schuhe: Globus (Yves Schnürer).

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